Matthias Heine hat für die FAS ein Interview mit Lothar Lemnitzer, dem Betreiber der Wortwarte, geführt. Insgesamt recht angenehme Fragen und meist sehr gründliche Antworten – ich finde es durchaus lesenswert.
Das zu Beginn erwähnte Buch “Hirndiebstahl im Sparadies” habe ich mir übrigens letztes Jahr gekauft, ich war aber nicht besonders angetan – das eigentlich Coole, nämlich die Wörter, werden durch die sehr bemühten Texte meiner Meinung nach verdorben. Ganz zu schweigen von den Illustrationen. Gesamturteil? Bahnhofsbuchhandlungsbuch. Hat vielleicht jemand Interesse dran?
Dass Anatol Stefanowitsch im Schplock Blogfutter gefunden hat, ehrt mich enorm. Wie schön, dass sein Beitrag wiederum Anlass für einen Schplock-Beitrag gibt.
Der Beitrag im Sprachlog heißt “Die Deutsche Bahn, Bewahrerin der englischen Sprache” – und darin verbirgt sich ein witziges Phänomen, zu dem ich in meinen HiWi-Zeiten mal umfangreiche Korpusrecherchen angestellt habe. (Die hier verwendeten Beispiele entstammen nicht den damaligen Recherchen.)
Am 24. März kommt Noam Chomsky nach Mainz – im Rahmen einer Vorlesungsreihe, die dann das ganze Sommersemester über mit Angela Friederici stattfindet: “Sprache und Gehirn. Zur Sprachfähigkeit des Menschen”. Die Mainzer unter Euch werden’s sicher schon mitbekommen haben, aber vielleicht interessiert es ja auch Leute aus der Nähe.
Sooo, ich bin schon mit einem Bein aus der Tür, denn morgen geht’s in aller Frühe zur DGfS-Jahrestagung nach Berlin. Juhu!!!
Damit euch in der Zwischenzeit nicht langweilig wird, gibt’s einen kleinen Videotipp (mit Dank an Memo).
Michael Tomasello, dem es sich immer zuzuhören lohnt, sprach 2006 in Paris in einer vierteiligen Vorlesungsreihe über Kommunikation und warum sie bei Menschen so anders ist als bei Menschenaffen. Technisch versierte Leute haben es aufgezeichnet und online gestellt. Naja, vielleicht nicht ganz so versiert, denn das erste Video hat leider eine ganz schlechte Klangqualität, das vierte ist auch nicht ganz so doll.
Es gibt viele lustige Videos von Affen und Kleinkindern und viele lehrreiche Erkenntnisse über die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen den beiden.
Hier geht’s zur Übersicht der Videos, hier finden sich auch noch kurze Inhaltsangaben.
Wer sich für das Thema zwar interessiert, aber dazu keine englischen Videos angucken mag, kann ja mal einen Blick in dieses (für Laien anspruchsvolle!) Buch werfen:
Michael Tomasello (1999): Die kulturelle Entwicklung des menschlichen Denkens. Aus dem Englischen übersetzt von Jürgen Schröder. Frankfurt a.M.: Suhrkamp.