[Werkzeug] Es läppert sich …

24. August 2011

Kürzlich kam jemand mit der Suchanfrage es läppert sich ethymologisch hierher. Zu ethymologisch hab ich schon mal was geschrieben, zum Läppern aber nicht. Wie zur Herkunft vieler anderer Wörter oder Phrasen auch nicht. Daher gibt’s heute ein bißchen Hilfe zur Selbsthilfe.

Will man die Bedeutungs- und Lautgeschichte eines Wortes erkunden, dann hilft ein Blick in ein sogenanntes “Etymologisches Wörterbuch”. Für das Deutsche gibt es da mehrere, zum Beispiel den Kluge, den Pfeifer und das Duden-Herkunftswörterbuch (genaue Angaben s.u.). Ich habe früher meist den Kluge benutzt, finde aber Pfeifer mittlerweile besser, weil er mehr Wortbildungen verzeichnet. Und die gute Nachricht: Die Einträge aus dem Pfeifer gibt es auch online, und zwar auf der DWDS-Seite.

Einfach in das Suchfeld das fragliche Wort (hier: läppern) eingeben. Die Suche erfolgt in allen Komponenten des DWDS (das sind u.a. Korpora und ein “normales” Wörterbuch) und die Ergebnisse werden in kleinen Kästen präsentiert. Der Etymologie-Kasten befindet sich oben rechts, hier orange  hinterlegt:

Da zeigt sich dann, dass es läppert sich (bzw. es läppert sich zusammen) die Bedeutung ‘in kleinen Mengen zusammenkommen’ hat. Sie lässt sich mit der Geschichte des Verbs läppern recht gut nachvollziehen: Den Rest des Beitrags lesen »


Blogspektrogramm (4)

17. August 2011

Das Blogspektrogramm für Juli ist da und im Texttheater zu finden. Wie immer: Eine Sammlung kommentierter Beiträge zu Sprache und Sprachwissenschaft aus verschiedenen Blogs. Es geht unter anderem um Titelhuberei, Euro(s) und, fast schon wieder mit Nostalgiewert, die Frauenfußball-WM. Schaut mal rein, es lohnt sich!

Das August-Blogspektrogramm wird dann hier im Schplock stattfinden. Neue Blogs sind in der Runde übrigens herzlich willkommen, vorausgesetzt sie stammen von Leuten mit Linguistikhintergrund und haben Sprache zum Thema.

Zu den bisherigen Blogspektrogrammen:


Mini-Feldforschungsrätsel

15. August 2011

Heute habe ich euch, frisch von meinen Exkursionen ins wilde Alemannien, zwei kleine Szenen mitgebracht. Sie spielen sich in Anbetracht der aktuellen Witterung tagtäglich tausendfach ab:

»Essen wir … ?« — »Nein, … !«

Meine erste Idee war, die Gespräche ins Hochdeutsche zu übersetzten und zu erklären, was der Unterschied zum Dialekt ist, aber … vielleicht habt ihr ja Lust? Ich überlasse euch die mühevoll extrahierten Sprachdaten mal zur Betrachtung – was ist daran auffällig? Kommentare willkommen! (Ich mache sie aber erst morgen sichtbar, sonst kommen hier gleich die Muttersprachlerinnen und dann gibts nix mehr zu rätseln …)

Wer einen guten Tipp braucht, wird hinter dem Umbruch fündig. Den Rest des Beitrags lesen »


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