[Schplock trifft Lehre] Rheinfränkisch

Dieser Artikel ist ins neue Sprachlog umgezogen und ab sofort hier zu finden!

16 Antworten zu [Schplock trifft Lehre] Rheinfränkisch

  1. Alexander Lasch sagt:

    Viel Erfolg mit der Verknüpfung von Forschungs- und Lehrinhalten, ich habe nur gute Erfahrungen damit gemacht. Außerdem bin ich so frei und würde über Dein ‘Experiment’ ebenfalls kurz bloggen ;)

  2. […] weit verbreitet. Um so erfreulicher ist, dass Kristin Kopfs (Uni Mainz) Blog [Schplock] nun mit der Dokumentation des Seminars “Rheinfränkisch” durchstartet — und das dürfte interessant […]

  3. Oliver Scholz sagt:

    Hurra! Ich freu’ mich immer, ‘was im Schplok zu lesen, schon allein, weil ich Deine Schreibe mag. Es muss ja nicht immer ein ausgefeilter Essay auf der Höhe der gegenwärtigen Forschung sein; eine kurze Notiz über ein Detail, über das Du stolperst, ist auch interessant.

    Und dann auch noch ein Thema, das mich selbst so sehr interessiert! Das sind gute Neuigkeiten!

    (Ich drücke die Daumen, dass auch Vergleiche zum Moselfränkischen und Ostfränkischen vorkommen.)

  4. Oliver Scholz sagt:

    Ach, sach ma: Mir fällt auf, dass Du “Hochdeutsch” schreibst, wenn Du den Standard meinst. Ist das ein bewusster Kolloquialismus, oder hat die Sprachwissenschaft da der Umgangssprache nachgegeben? Ich hab’ im Kopf, dass der eigentliche Gegenbegriff zu “Hochdeutsch” nicht “Geringerdeutsch” (also Dialekt) ist, sondern “Niederdeutsch”, so dass “Hochdeutsch” Mittel- und Oberdeutsch zusammenfasst.

    • Kristin sagt:

      Hm, also ich benutze es in informellen Kontexten munter durcheinander. An der Uni habe ich selbst nie so eine klare Trennung erfahren, man sagt schon eher Standard, ich auch, bilde ich mir ein, aber das wird eigentlich nicht zum Thema gemacht. Aus der diachronen Perspektive geht das ja auch ineinander über, unser Standard fußt auf hochdeutschen Dialekten.
      Dass Hochdeutsch zwei verschiedene Dinge bezeichnen kann, habe ich hier mal behandelt.

      • Oliver Scholz sagt:

        Hm. O.k. Ich persönlich mag’s nicht, weil ich das Gefühl nie loswerde, dass die Assoziation von “höher stehend” im Spiel ist; es ist ein klein wenig schwieriger auf lokale Varietäten verächtlich herabzublicken, wenn die Alternative nichts höheres, sondern bloß etwas überregionales ist. Mag man mich auch Haarspalter nennen, meine Motive sind redlich. :)

        • Kristin sagt:

          Ja, ich kenne die Argumentation und kann sie schon auch nachvollziehen. Für mich selbst ist das Wort neutral und klingt weniger “technisch”. Aber mal schauen, vielleicht werde ich ja in Zukunft vorsichtiger?

        • Oliver Scholz sagt:

          Muss gar nicht sein. Im Kontext ist es ja klar, wie Du dazu stehst und damit ist die Bedeutung klar. Ich wollte Dich auch gar nicht kritisieren. Ich war nur kurz irritiert.

        • Oliver Scholz sagt:

          Entschuldige, wenn ich Dich heute zuschwaffle: noch ein Nachtrag — das ging mir gerade nicht aus dem Kopf. Weil Du geschrieben hast, “Hochdeutsch” klinge für Dich neutral. Du kommst ursprünglich aus dem Süden, habe ich das richtig verstanden? Wo das Dialekt- oder Regiolektsprechen quer durch alle Schichten hindurch üblich ist? Ich komme nämlich aus einer Gegend (Koblenz), in der auch nur milde Dialekteinflüsse sozial extrem stigmatisiert sind. Das Wort “Hochdeutsch” kam in meiner Jugenderfahrung nur in Kontexten vor, in denen irgendjemand die Sprache eines andern kritisiert.

          • Kristin sagt:

            Süden ja. Quer durch alle Schichten ist etwas übertrieben, aber als besonders negativ wurden regionale Einflüsse in meiner Erinnerung nicht angesehen. Ich selbst habe eine ganz seltsame Beziehung zu “unserem” Dialekt, aber das ist ein recht persönliches Thema.

      • Oliver Scholz sagt:

        Nachtrag: ich täte vermuten, dass “Hochdeutsch” als Bezeichnung für den Standard aus Norddeutschland kommt (wie ja auch in weiten Teilen des deutschen Sprachraums die Standardlautung, etwa im Rundfunk, norddeutsch beeinflusst ist), wo es ja auch Sinn macht.

  5. eva sagt:

    Faszinierend – als knapp oberhalb der Benrather Linie Ansässiger sind mir dass halb und halb Böhmische Dörfer und alte Hüte. Über die wo-Relativsätze könnt ich mich zum Beispiel den ganzen Tag amüsieren, aber dass “brauchen” als Modalverb non-standard ist, ist mir noch nie aufgefallen… Freu mich schon sehr drauf, egal was kommt!

  6. Ein anonymer Leser sagt:

    Ich möchte nur mal Bescheid sagen, dass der neuste Blogeintrag zwar (bisschen kaputt) im Feed erscheint, aber nicht hier im, nun ja, Blog.

    • Kristin sagt:

      Jaaaa, das liegt daran, dass der Beitrag sich publiziert hat, ohne dass ich das wollte. Er war nämlich noch nicht fertig. Kommt aber demnächst noch, und dann auch heile.
      Danke für’s anonyme Melden! :)

  7. Gast sagt:

    Die Koronalisierung (ich => isch) ist zwar im mitteldeutschen Sprachraum weit fortgeschritten, sie hat aber m.W. den Norden und Osten des hessischen Sprachgebiets noch nicht erreicht. Wenn sich in den letzten zehn Jahren nichts Grundlegendes geändert hat, sagt man in Kassel und weiterer Umgebung (Schwalmstadt, Fritzlar, Eschwege, Hersfeld) durchweg “ich”.

Folgen

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

Schließe dich 32 Followern an