[Spieltipp] Hör mal, wo der spricht

30. Mai 2012

Dieser Artikel ist ins neue Sprachlog umgezogen und ab sofort hier zu finden!


[Schplock trifft Lehre] Dialekt oder Sprache?

23. April 2012

Dieser Artikel ist ins neue Sprachlog umgezogen und ab sofort hier zu finden!


[Schplock trifft Lehre] Dialekte: Wo und wie cool sind sie?

20. April 2012

In der Kategorie [Schplock trifft Lehre] halte ich Inhalte und Ergebnisse aus dem Seminar Rheinfränkisch fest, das ich im Sommersemester 2012 an der Uni Mainz gebe. (Zum Einstiegsbeitrag.)

Diese Woche hat das Semester angefangen, und damit auch mein Versuch der Seminardokumentation hier im Schplock. Ein paar grobe Daten für die Interessierten: Das Rheinfränkisch-Seminar besteht aus zwei Parallelkursen (Donnerstag und Freitag). Beide sind so voll, wie die Räume es zulassen (je ca. 35 TeilnehmerInnen), die Studierenden sind in der Regel im 6. Semester und studieren im Bachelor of Education, wollen also einmal DeutschlehrerInnen werden. Daher werden wir im Seminar, und das ist ein weiteres Experiment, auch darauf eingehen, ob und wie sich die Themen für Schülerinnen und Schüler aufbereiten lassen. Ich poste hier im Schplock nicht die kompletten Inhalte des Seminars, sondern jeweils das, was mir davon auch für eine breitere Öffentlichkeit interessant erscheint.

Zum Einstieg, und weil ich neugierig war, welche Vorkenntnisse meine Studierenden besitzen, habe ich einen kleinen wahrnehmungsdialektologischen Test gemacht, der sich ganz grob am Kieler DFG-Projekt Der deutsche Sprachraum aus der Sicht linguistischer Laien orientiert (das auch ein Blog besitzt!), allerdings wesentlich kürzer. Wer mag, kann ihn hier ebenfalls machen. Den Rest des Beitrags lesen »


[Schplock trifft Lehre] Rheinfränkisch

10. April 2012

Ich jammere ja nun schon seit einiger Zeit darüber, dass ich kaum mehr Zeit fürs Schplock habe. Das liegt vor allem daran, dass ich so viel unterrichte. Schon letztes Semester habe ich aber immer wieder überlegt, ob einzelne Seminarthemen nicht auch schplockfähig wären, und dieses Sommersemester will ich die Verbloggung von Unterrichtsinhalten nun ernsthaft angehen.

Versuchsobjekt wird mein Seminar zum Rheinfränkischen. Das geht nächste Woche los, und dann will ich jede Woche einen kurzen Artikel über das Phänomen schreiben, das wir besprochen haben. Schlau wie ich bin, kündige ich euch das jetzt an, damit ich keinen Rückzieher mehr machen kann. Los geht es dann übernächste Woche, denn das, was ich nächste Woche machen will, erledige ich größtenteils in diesem Post schon.

Das Seminar gebe ich nicht, weil ich unglaublich viel über den rheinfränkischen Dialektraum weiß, sondern weil ich gerne unglaublich viel darüber wissen würde. Wird also auch für mich spannend. Ich denke, ich habe jetzt einen ganz guten Überblick für den Anfang. Was ich auch habe, ist eine viel zu lange Liste mit möglichen Themen, deshalb werde ich die Studierenden darüber abstimmen lassen, was sie besonders interessiert. Heute will ich euch diese Liste ganz kurz vorstellen. Weitere Ideen sind natürlich herzlich willkommen!

Rheinfränkisch; CC-BY-SA 3.0 Hans Erren (Wikipedia)

Zunächst einmal aber: Wo befinden wir uns eigentlich? Das Rheinfränkische ist ein Dialektgebiet des Westmitteldeutschen, Mainz liegt drin, allerdings ist man sich sonst nicht ganz einig, was alles dazugehört. Die klassische Einteilung (Beispiele bei der Wikipedia, im dtv-Atlas Deutsche Sprache) setzt einen breiten Streifen von Saarbrücken bis Kassel an, die Unterteilung von Wiesinger nimmt hingegen das Hessische (d.h. das dunkellila Gebiet auf der Karte rechts) weitgehend aus. Was wir uns im Seminar dann letztlich anschauen werden, hängt von den einzelnen Phänomenen ab.

Die Einteilung der westmitteldeutschen Dialekte erfolgt meistens anhand des Durchführungsgrads der 2. Lautverschiebung. Unter der Überschrift Rheinischer Fächer findet ihr hier etwas dazu. Im Rheinfränkischen sagt man also, abweichend von der hochdeutschen (und süddeutschen) Lautung, Abl ‘Apfel’ und Pund ‘Pfund’, aber übereinstimmend damit das, Dorf und machen (statt der nördlicheren Varianten dat, Dorp, maken). Das ist ein Thema, das definitiv im Seminar drankommen wird. Ebenfalls schon sicher ist die Koronalisierung (ch wird zu sch), ein generell mitteldeutsches Phänomen, das ich im Schplock mal am Beispiel von Kirsche ‘Kirche’ besprochen habe und seither innig liebe. Hier gibt es auch ein paar Beispielkarten aus dem Atlas der deutschen Alltagssprache.

Die weiteren möglichen Themen liste ich euch jetzt auf, immer mit einem Beispielsatz, einer kurzen Erklärung und eventuell Links. Die Beispielsätze stammen, sofern nicht anders angegeben, aus “Kuddelmuddel ums Kupperdibbe”, dem Mainzerischen Asterixband: Den Rest des Beitrags lesen »


[Schplock goes English] Last names in Germany

14. März 2011

This is a (slightly modified) translation of a text I wrote in January on the distribution of last names in Germany. It was requested by Petra and I hope it meets your expectations! My heartfelt thanks go to Robert for proofreading, all remaining errors are of course my own.

During the Christmas holidays I noticed once more how names can shape a region. When I’m travelling south, I realize that I’ve arrived home not only because the Alemannic dialect creeps into people’s speech but also because people are suddenly named Himmelsbach, Göppert and Ohnemus: Names that are, to my ear, deeply rooted in the region.

And sure enough: All of them can be shown to have the highest frequency in “my” or one of the neighboring districts (“Landkreise”). I then discovered an excellent strategy to find more of these last names: I scrolled through the facebook friends of my relatives. (And I got lots of ideas doing that – you could analyze public facebook profiles that specify the place of residence in order to created a city’s “name profile”. You could put more weight on names of high school students, because they tend to live were they were born. Major cities would have to be ignored because people move a lot, etc. However that research strategy might border on illegality and would set a rather bad example concerning privacy.)

So, what to do if you suspect that a last name is typical for a certain region? How can you localize it? Den Rest des Beitrags lesen »


[Lesetipp] Mobile Gesellschaft? Ach was!

18. Februar 2011

Nachdem meine Beiträge zur Familiennamengeografie recht interessiert aufgenommen wurden, finden vielleicht einige von euch auch diesen Artikel aus der FAZ lesenswert (gedruckt erschienen letzten Sonntag in der FAS). Es geht um das Projekt Deutscher Familiennamenatlas, das ich schon erwähnt habe, mit vielen bunten Karten (die in der Druckausgabe größer sind als im Atlas selbst!) und einigen spannenden Details im Text.


Sprachkontakt im Deutschen? *gähn*

1. Februar 2011

So, der Anglizismus des Jahres 2010 ist gekürt und heute geleakt worden. Das möchte ich zum Anlass nehmen, ein bißchen über Sprachkontakt nachzudenken und zu zeigen, welche Formen und Intensitätsgrade es dabei geben kann. Um es schon mal vorwegzunehmen: Das Deutsche kann beim Kontakt eigentlich einpacken. Wirklich viel haben wir nicht zu bieten.

Kulturkontakt bringt Sprachkontakt

Sprachkontakt ist eine natürliche Begleiterscheinung von Kulturkontakt und je intensiver dieser Kulturkontakt, desto intensiver können sich auch die beteiligten Sprachen beeinflussen. Diese Kontaktsituation ist meist irgendwie asymmetrisch, das heißt eine der Sprachen hat mehr Prestige, wird von mehr Menschen gesprochen, wird von den Menschen mit den gefährlicheren Waffen gesprochen o.ä. – da gibt es einen ganzen Haufen mehr oder weniger voneinander abhängiger Faktoren. Und damit auch eine Warnung vorweg: Sprachkontakt ist weitaus komplexer, als ich ihn hier darstelle, es gibt eine Vielzahl von Kontaktszenarien mit den wildesten Resultaten.

Änderungswillig: Wort- und Namenschatz

Es lässt sich grob sagen, dass eine Sprache Teilbereiche hat, die aufnahmebereiter für Neuerungen sind und welche, die sich stärker sträuben. Einer dieser sehr aufnahmebereiten Teile ist der Wortschatz (das “Lexikon”). Hat eine anderssprachige Kultur ein nützliches Ding, das man selbst nicht besitzt, dann will man nicht nur das Ding haben, nein, man will es auch benennen können. Dazu gibt es einige Strategien, die sich in lexikalische und semantische Entlehnungen teilen lassen. Den Rest des Beitrags lesen »


Folgen

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

Schließe dich 32 Followern an