… der weiß nicht, was er will

Willkommen im April! Ich hoffe, Euch macht heute keiner zum Aprillsnarren:

APRILLSNARR, m. poisson d’avril, engl. april’s fool, aprilfool: selbst die übrigen, die man hier als lächerlich hintergangne aprilsnarren (dupes) bezeichnet. GÖTHE 46, 161. im nördlichen England sagt man aprilgouk, aprilsgauch, kukuk. BRAND popular antiquities ed. Halliwell. Lond. 1848. 1, 139.

Interessant, dass es das Wort heute gar nicht mehr gibt, dafür aber den Aprilscherz. Eine kurze Recherche im DWDS fördert letzteren in den letzten hundert Jahren 49-mal zutage, ersteren hingegen überhaupt nicht. Im W-Archiv der geschriebenen Sprache von Cosmas-II gibt grade mal es einen Aprilsnarren, allerdings in einem Liedtitel (und den Aprilscherz 1039-mal).

Meyers Großes Konversations-Lexikon von 1905 kennt den Aprilsnarren noch (dafür den –scherz nicht), so lange kann sein Tod also nicht her sein:

Aprilsnarr, Spottname eines »in den April Geschickten«.

Wann ist der Narr also verschwunden und der Scherz aufgetaucht? Haben die beiden sich gegenseitig abgelöst? Oder ist der Narr gar nicht tot, sondern nur extrem selten? So viele Fragen …

Egal wie – auf einen guten April! Ohne sein Wetter:

  • APRILLENWETTER, m. herrengunst und aprillenwetter sind veränderlich; aprillenwetter, männerschwüre. FR. MÜLLER 1, 292.
  • APRILLENZEIT, f.

dein liebster war ein junges blut,
und junges blut hegt wankelmut
wie die aprillenzeit.
BÜRGER 47a.

Kommentare sind geschlossen.