[Filmtipp] Verner’s Law

27. November 2009

Memo hat mich auf eine kleine Filmreihe bei YouTube aufmerksam gemacht, in der es um das Indogermanische, die Erste Lautverschiebung und das Vernersche Gesetz geht. Was für eine fantastische Idee! Lasst Euch nicht von der schlechten Tonqualität am Anfang abschrecken, das wird schnell besser. Ich hab mich enorm amüsiert! Die Illustrationen … hihihihi …

Zu Teil 2 und 3 …

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Impotente Vokale: Die Umlautunfähigkeit

25. November 2009

Ich bin mal wieder zufällig in die alemannische Wikipedia gelangt, auf der Suche nach Literatur zur e– und n-Apokope. Es wäre einfach zu niedlich, wenn das zitierfähig wäre ;) Und wo ich schon mal dabei war, habe ich auch gleich geschaut, was sie so zu meinem Thema, der Pluralbildung, zu sagen haben. So weit ganz ordentlich, allerdings teilweise unnötig kompliziert. Es werden z.B. zwei verschiedene Pluralarten auf –er genannt (Hervorhebung von mir):

  • dur Umlut un Ändung -er: Huus (Hous, Hüüs)/Hiiser (Hejser/Hüüser/Hüser), Dach/Dächer (Decher), Blatt (Blett)/Bletter usw.
  • dur d Ändung -er: Näscht/Näschter, Liächt/Liächter, Fäscht (Fescht)/Fäschter (näbe Fescht)

Wenn man sich die Beispiele näher anschaut, bei denen nur –er antritt, aber kein Umlaut durchgeführt wird, fällt schnell etwas auf … die Fälle ohne Umlaut könnten auch beim besten Willen keinen besitzen. Sie sind nämlich “umlautunfähig”.

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StuTS in Bochum

22. November 2009

Ich war diese Woche auf der 46. StuTS in Bochum und hatte eine Menge Spaß mit einer Menge großartiger Menschen. Es gab superviele spannende Vorträge – hier zwei Randnotizen für Euch:

  • Regenschirm heißt auf Luxemburgisch Präbbeli. Das kommt vom gleichbedeutenden französischen parapluie. (Fränz)
  • Das griechische Alpha (Α, α) kommt vom phönizischen Alef. Im Griechischen steht es für den a-Laut, das war aber ursprünglich im Phönizischen nicht so – dort stand es für den Konsonanten, den wir im Deutschen am Wortanfang vor Vokalen aussprechen: den Glottisverschlusslaut [ʔ] (hier zu hören, immer vor dem a). Den hatte das Altgriechische wahrscheinlich nicht, der erste Laut, den die Griechen also hörten, war [a].  So wurde das Zeichen uminterpretiert. (Julia & Stefan)

Und noch was zum Gucken:

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Ich tränke, du trinkst – ich fälle, du fällst …

16. November 2009

Heute will ich was über Verben erzählen. Und zwar über eine ganz bestimmte Art von Verben: Kausativa. Kausativa (von lat. causa ‘Ursache, Grund’)  sind Verben, die ausdrücken, dass man jemanden (oder etwas)  zu etwas bringt:

fällen Den Rest des Beitrags lesen »


Von Tausend zur Million: Augmentativa

7. November 2009

Was haben Karton, Ballon, Battaillon, Salon, Medaillon und Million gemeinsam? Ganz zu schweigen von Minestrone, Cannelloni und Tortelloni?

Mehrere Dinge … zunächst einmal sind es ganz klar Fremdwörter. Den Rest des Beitrags lesen »


Mit Umweg vom Vogel zur Frucht: Die Kiwi

2. November 2009

Eben habe ich das Wort Kiwi im etymologischen Wörterbuch nachgeschlagen, um herauszufinden, wann es ins Deutsche entlehnt wurde. Das Resultat ist unspektakulär – 20. Jahrhundert. Die Geschichte des Wortes ist dafür aber umso interessanter:

Kiwi kommt aus dem Maori, einer polynesischen Sprache, die von den Ureinwohnern Neuseelands gesprochen wurde und wird.

Am Anfang war kiwi einzig und allein ein flugunfähiger Vogel, der in Neuseeland beheimatet ist. Wahrscheinlich ahmt das Wort den Ruf des Tieres nach und ist somit lautmalerisch.

Der Kiwi wurde in Neuseeland ab der Mitte des 19. Jahrhunderts zunehmend als Symbol für alles Mögliche verwendet, Den Rest des Beitrags lesen »