[Schplock trifft Lehre] Dialekt oder Sprache?

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22 Antworten zu [Schplock trifft Lehre] Dialekt oder Sprache?

  1. vertaler sagt:

    Die 8 ist super :)
    Aber etwas schade, daß es direkt am Anfang verraten wird (zumindest, wenn man den Ort kennt).

  2. Fant sagt:

    Beispiel Nr. 2 ist sehr interessant — hört sich an wie eine Mischung aus westniedersächsichem Platt und Niederländisch. Kann das sein, dass das da aus der Gegend um Groningen ist?

  3. Fant sagt:

    Ja, 8 ist interessant, auch weil die „nien düdn“ vorkommen. Ich kenne das aus dem Osnabrücker Platt, da heißt das auch so.
    „De Quierksteet seit verstriens uppe nien Düdn“ …

  4. gschleiderkneis sagt:

    Die 1 könnte aus dem nördlichen Saarland sein.
    Bei der 2 tippe ich auf den Niederrhein.
    Die 4 könnte niederalemannisch sein.
    Die 6 ist aus Mittelhessen, ich tippe auf den nördlichen Teil (näher bei Gießen als bei Frankfurt).
    Die 7 scheint mir aus dem Odenwald zu kommen.
    8 könnte Nordniedersächsisch sein (hab den Ortsnamen nicht verstanden).
    Die 10 ist vom Mittelrhein, nördlich von Karlsruhe und sicher südlich von Mannheim. Wegen des uvularen r tippe ich auf die rechte Rheinseite.

  5. Nightstallion sagt:

    Bei deutschen Dialekten kenn ich mich naturgemäß nicht so aus (wobei ich ein paar als eher süddeutsch zu erkennen glaube), aber rein aus Neugier: Österreicher sind da keine dabei, gell? Einen hab ich als Schweizer in Verdacht, aber sonst sind’s mMn nur Deutsche …

  6. Risoletto sagt:

    4 ist St. Galler Rheintal, zwischen Widnau oder Diepoldsau bis Grabs, oder auch Lustenau in österreich (das hat einen Dielakt, der sich vom Vorarlbergischen klar unterscheidet).

  7. gschleiderkneis sagt:

    Ist ein Dialekt aus Osteuropa dabei?

      • gschleiderkneis sagt:

        Mensch, das ist aber ne fiese Falle. Osteuropa ist praktisch nicht erratbar, weil es dort Hunderte, ja Tausende von großen und kleinen Siedlungsgebieten und einzelnen Orten gab, die sich die unmöglichsten Dialekte aus sieben Jahrhunderten deutscher Sprachgeschichte und in unzähligen Mischungen bewahrt haben. Die 7 hat Ähnlichkeiten mit der Sprache eines wolgadeutschen Pfälzers, mit dem ich vor Urzeiten mal gesprochen habe…

        • Kristin sagt:

          Aus der Serie „Tipps, die nur wenigen helfen“: Es ist eine osteuropäische Varietät, zu der ich eine enge persönliche Beziehung habe.

          • gschleiderkneis sagt:

            Die drei ist m.E. eindeutig aus dem Osten. Aber wo? Ich könnte noch nichtmal sagen, ob es Jiddisch oder Deutsch ist.

            Dann nehm ich das mit der sieben zurück und bleibe da beim Odenwald.

  8. gschleiderkneis sagt:

    Ach übrigens: Die Nr. 3 krieg ich nicht zum abspielen. Hab’s auf 2 PCs mit jeweils zwei Browsern probiert.

    • Kristin sagt:

      Ja, bei mir zickt die irgendwie auch rum, dabei stimmt der Link und auf der entsprechenden Homepage kann ich es auch abspielen. Vielleicht, weil es eine wav-Datei ist. Leider finde ich jetzt auf die Schnelle keinen Ersatz, ich versuch’s mal mit einem direkten Link. (Müsste direkt im Browser abspielen.)

  9. gschleiderkneis sagt:

    Und schließlich scheint mir die 5, nachdem ich sie endlich laut genug einstellen konnte, Luxemburgisch zu sein.

  10. Kristin sagt:

    Sooooo, hier kommen nun die Quellen und Lösungen (markieren um zu lesen):

  11. gschleiderkneis sagt:

    Auf die Gefahr hin, dass ich nerve: Kann man 4, 6, 7, 8 und 10 genauer haben? Alemannisch reicht von Straßburg bis Gressoney, Niederdeutsch von Tilsit bis Meschede und Hessisch von Darmstadt bis Kassel – da liegen Welten dazwischen.

  12. Frau K. sagt:

    Sprache ist Politik, Dialekt ist Sprache.
    Dabei gilt: Sprache = Sprache.

    Äh, ja oder so ähnlich ;-)