Mit Umweg vom Vogel zur Frucht: Die Kiwi

2. November 2009

Eben habe ich das Wort Kiwi im etymologischen Wörterbuch nachgeschlagen, um herauszufinden, wann es ins Deutsche entlehnt wurde. Das Resultat ist unspektakulär – 20. Jahrhundert. Die Geschichte des Wortes ist dafür aber umso interessanter:

Kiwi kommt aus dem Maori, einer polynesischen Sprache, die von den Ureinwohnern Neuseelands gesprochen wurde und wird.

Am Anfang war kiwi einzig und allein ein flugunfähiger Vogel, der in Neuseeland beheimatet ist. Wahrscheinlich ahmt das Wort den Ruf des Tieres nach und ist somit lautmalerisch.

Der Kiwi wurde in Neuseeland ab der Mitte des 19. Jahrhunderts zunehmend als Symbol für alles Mögliche verwendet, Den Rest des Beitrags lesen »


Über flauschige Bibbili

3. August 2009

Ich bin gerade dabei, die Dialektaufnahmen, die ich für meine Magisterarbeit gemacht habe, zu analysieren. Dabei suche ich zu jedem Wort die althochdeutsche Form – auch zu Wörtern, von denen ich gar nicht weiß, ob es sie im Althochdeutschen schon gab.

Momentan halte ich mich gerade ein bißchen beim Wort Bibbili auf, dem badischen Wort für ‘Küken’.

Quelle: Wikipedia

Quelle: Wikipedia

Weil die Bezeichnung so offensichtlich anders ist als die hochdeutsche Form, versuchen die DialektsprecherInnen oft eine etymologische Erklärung dafür zu finden. Dabei wird meistens der Bibbiliskäs angeführt (laut Duden Bibeleskäs(e)), ein quarkähnlicher Rohmilchkäse – er taugt zur Erklärung des Wortes allerdings nicht, da er nach den Tieren benannt ist: Mit ihm wurden die Küken früher gefüttert.

Friedel Scheer-Nahor von der Uni Freiburg hat sich dem Bibbili 2001 in einem Artikel für die Badische Zeitung gewidmet. Sie führt das Wort auf eine Lautmalerei zurück:

Wer einmal gesehen und gehört hat, wie eine Kükenschar hinter der Glucke herläuft, wird sich denken können, dass sowohl Bibbili als auch Zibbili treffende lautmalerische Bildungen sind.

Auf ihrer Seite gibt es auch eine schöne Karte zum Thema, auf der man die Verbreitung des Wortes in Baden sehen kann:

Leserumfrage Badische Zeitung

Leserumfrage Badische Zeitung (mit freundlicher Genehmigung von Friedel Scheer-Nahor)

Neben Bibbili gibt es also noch zahlreiche weitere Wörter für Küken im Badischen. Was auffällt ist, dass sie alle auf –li oder –le enden. Das ist die badische Endung, die dem hochdeutschen –lein entspricht, eine Verkleinerungsform (“Diminutiv”). Die Endung –chen gibt es übrigend im alemannischen Sprachgebiet nicht – selbst das Mädchen heißt Maidli. Ich nehme an, dass –l(i|e) auch bei Bibbili die Verkleinerungsendung darstellt, also nur bibbi (bzw. zibbi) lautmalerisch ist. (Im Hochdeutschen haben wir ja auch pieppiep als Vogelgeräusch.)1

Bibbili ist aber bei Weitem nicht aufs Badische beschränkt. Auf einer Seite mit Schulaufsätzen von Schweizer Kindern finden sich z.B. eine Menge Treffer:

  • Im nächsten Raum entwickelten sich die Bibili im Ei.
  • Sie haben sehr viel Bibili und Eier. Wir durften ein Freilandbibili und zwei gezüchtete Bibili mitnehmen.
  • Die Bibili sind gelb. Die Bibili sind gewachsen. Die Bibili haben schon Schwanzfedern. Die Bibili piepsen viel.

Und auch sonst scheint es in der Schweiz ein respektables Wort zu sein:

  • Banker helfen Bibeli auf die Beine (blick.ch)
  • Brahma Hühner-Bibeli zu verkaufen (tier-inserate.ch)
  • Was macht ihr mit den Bibeli, wenn sie gross sind? Gehen sie zurück auf einen Bauernhof? (fichten.ch)

Weiter nördlich und westlich findet sich das Wort ebenfalls noch:

  • Pfälzisch (Pfälzisches Wörterbuch):
    • Bib, Bibi n.: 1. ‚Huhn‘, Sprache des Kleinkindes, Bib (bīb), meist in der Wiederholung Bibib (bibīb) […]
    • Bibilchens-käse m.: ‚weißer Käse‘, eigentl. ‚Käse, mit dem man die Bibichen (Hühnchen) füttert‘ […]
  • Moselfränkisch & Ripuarisch (Rheinisches Wörterbuch):
    • Bibb […]: 1. Lockruf für Hühner […], 2. Bibb, meist -che (-ī-) Huhn, Kosen., bes. in der Kinderspr[ache …]
  • Elsässisch (Elsässisches Wörterbuch):
    • Bibbelefleisch n. eig. Fl. von einem Hühnchen.
  • Lothringisch (Lothringisches Wörterbuch):
    • Bible […] pl. 1. Küchlein. […] – 2. Huhn in der Kindersprache […]

Für östlichere Gebiete habe ich leider keinen Onlinezugriff auf wissenschaftliche Wörterbücher. (Bairisch? Thüringisch? Sächsisch? Österreichisch?) Ein Österreichisch-Onlineprojekt führt aber Pippale auf, auch sehr ähnlich.

Wie alt das Wort ist, konnte ich leider nicht herausfinden – Grimms Wörterbuch hat keinen Eintrag dafür, Adelung auch nicht. In den mittelhochdeutschen Wörterbüchern findet sich erst recht nichts, genausowenig im althochdeutschen (dort ist ein Küken ein huoniklîn, also ein kleines Huhn). Über mögliche Gründe kann ich nur spekulieren:

Es sieht so aus, als habe es zunächst einen Lockruf gegeben, mit dem man Hühner rief, und zwar Bib(i) – ganz ähnlich wie Miez für Katzen. Daraufhin wurde der Lockruf oder das nachgemachte Piepsen als Bezeichnung für das Tier verwendet, und zwar zuerst nur in der Kindersprache – also wie Wauwau. Irgendwann begann man, die jungen Hühner mit einer Verkleinerungsform davon zu bezeichnen. Diese Verkleinerung wurde wesentlich bereitwilliger in die Erwachsenensprache aufgenommen als Bib(i) selbst. So findet sich im Pfälzischen Bib(i) als kindersprachlich, aber man bildet Formen wie Bibilchenskäse, eine Zusammensetzung mit offensichtlich existentem BibilchenKüken’. Für etwas kleines, flauschig-niedliches nahm man ein niedliches, kindliches Wort wahrscheinlich eher an als für ein ausgewachsenes Nutztier.

Ob es das Wort schon “immer” gab, oder ob es in verschiedenen Dialekten unabhängig voneinander entstanden ist, lässt sich wohl nicht feststellen. Es scheint zwar keine alten Quellen in meiner momentanen Reichweite zu geben, aber wenn das Wort kindersprachlichen Ursprungs ist, verwundert das auch nicht weiter. Wahrscheinlich hat es die alten Bezeichnungen für ‘Küken’ irgendwann verdrängt, die alten Bezeichnungen für ‘Huhn’ und ‘Hahn’ blieben aber erhalten.

So, jetzt aber Ende der Spekulation. Lokale Bezeichnungen für Küken sind in den Kommentaren hochwillkommen!

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Japanische Schrift 1: Warum Hiragana keine Silben darstellen

7. Juli 2009

(Teil 1 | Teil 2)

Ich habe mal wieder die Suchanfragen durchgeblättert, die zum Schplock führten. Eine davon lautete:

katakana guten tag (24.4.2009)

Auf Japanisch heißt ‘Guten Tag’ konnichiwa. (Zum Anhören dort auf den kleinen Pfeif drücken.) Das wird normalerweise so geschrieben: 今日は. Die ersten beiden Zeichen sind sogenannte Kanji, das letzte Zeichen ist ein Hiragana. In Katakana würde man es so schreiben: コンニチハ. Das tut man aber eigentlich nicht, weil Katakana Schriftzeichen sind, mit denen man Fremdwörter notiert, keine alteingesessenen japanischen Wörter (oder vor Ewigkeiten aus dem Chinesischen entlehnten).

Vielleicht wollte die Person aber auch wissen, wie die deutschen Wörter Guten Tag aussehen würden, wenn man sie auf Japanisch aufschreiben wollte? Da wäre mein Vorschlag: グテン ターク (gu-te-n ta-a-ku).

Ein schöner Anlass, um das mit den Kanji, Hiragana und Katakana mal ein bißchen aufzudröseln:

Drei Schriftsysteme für eine Sprache?

Im Japanischen gibt es drei verschiedene Schriftsysteme. Zwei davon, die Katakana und die Hiragana, sind sich sehr ähnlich, das dritte, die Kanji, ist ganz anders und wird erst übermorgen behandelt ;) Welches Schriftsystem wann verwendet wird, ist klar definiert.

Die Kanji werden verwendet für:

  • Substantive
  • Wortstämme von Adjektiven und Verben

Die Hiragana für:

  • grammatikalische Endungen (Konjugation), Partikeln, Hilfsverben (Okurigana)
  • Wörter, für die kein Kanji mehr existiert
  • als Lesehilfe über/neben schwierigen Kanji (Furigana)

Und die Katakana für:

  • Fremdwörter, die nicht aus dem Chinesischen kommen (auch ausländische Eigennamen)
  • lautmalerische Wörter (Onomatopoetika)
  • zur Hervorhebung (wie Kursivschrift bei uns)
  • in der Werbung häufig für japanische Eigennamen

Die drei Schriftsysteme repräsentieren zwei sehr unterschiedliche Ansätze des Schreibens. Die sich wiederum sehr deutlich von unserer Art unterscheiden:

ABC und Alphabet

Alphabetschriften folgen mehr oder weniger dem Prinzip, dass jeder Laut (bzw. genauer jedes Phonem) durch einen Buchstaben (bzw. genauer ein Graphem) repräsentiert wird. Es besteht also eine Phonem-Graphem-Beziehung. Weder das gesprochene noch das geschriebene Wort haben irgendeinen Bezug zur Wortbedeutung, sie sind dem Bezeichneten gegenüber völlig willkürlich. (Das ist nur bei lautmalerischen Wörtern anders, da ähnelt der Klang dem Bezeichneten.)

2009-07-07-Alphabet

Man sieht hier also, dass zwar die Lautstruktur und die Schreibung von Geld miteinander verknüpft sind, der Bezug der beiden zum realen Objekt aber extra gelernt werden muss.

Die meisten Sprachen der Welt werden in einer Alphabetschrift notiert. Dazu gehört das lateinische Alphabet (a, b, c, …), das sich wie das kyrillische (а, б, в, …) aus dem griechischen Alphabet entwickelt hat (α, β, γ, …).

In Japan benutzt man keine Alphabetschrift, sondern:

Sil-ben-schrif-ten und die ominöse Mo-o-re

Es gibt auch Schriftsysteme, die nicht einen Laut, sondern eine ganze Silbe in ein Zeichen stecken.

2009-07-07-SilbeMoreHier sieht man, dass das japanische Wort für Geld in Hiragana aus zwei Silben besteht, ka und ne, und jede dieser Silben hat ein Zeichen1. Wobei das etwas gelogen ist – es passt zwar zufällig für dieses Wort, aber eigentlich schreibt man bei Hiragana keine Silben, sondern Moren. Moren sind Einheiten, die etwas kleiner sind als Silben. Wenn nämlich eine Silbe einen langen Vokal beinhaltet, dann wird der extra geschrieben.

Mutter heißt auf Japanisch okaasan (お母さん2). Das Wort besteht aus drei Silben:

2009-07-07-okaasan

Es besteht aber gleichzeitig aus fünf Moren. Um Moren zu bestimmen, muss man die Silbe noch einmal in kleinere Teile zerlegen. Wer sich nicht für Silbenstruktur interessiert, kann den nächsten Abschnitt einfach überspringen, aber ich versuche es leicht verständlich zu erklären.

Eine Silbe besteht aus mehreren Bestandteilen. Wichtig für uns ist jetzt mal nur das, was nach dem Konsonanten kommt (falls ein Konsonant am Anfang steht). Wenn es ein kurzer Vokal ist und die Silbe dann zuende ist, haben wir gar kein Problem, Silbe und More sind identisch. Das ist z.B. beim o von okaasan so. Deshalb bekommt das o auch nur ein einziges Hiragana, nämlich お.

Wenn aber ein langer Vokal folgt wie bei kaa, oder sogar ein Konsonant wie bei san, verhält sich die Sache anders. Bei Langvokalen zählt nur der halbe Vokal zur ersten More, die andere Hälfte bildet die zweite More: ka|a. Dadurch bekommen beide Teile ein eigenes Zeichen: か ka und あ a.

Bei Konsonanten am Silbenende zählt der Konsonant ebenfalls als Extramore: sa|n mit den Zeichen さ sa und ん n.

In Hiragana hat das Wort also fünf Zeichen: okaasan. (Yeah, ich wollte schon immer mal ne retro-bonbonbunte Seite!)

Eine Sprache mit echter Silbenschrift ist zum Beispiel das Cherokee.

Übermorgen geht’s dann weiter mit den Kanji …

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Fragen an das Internet beantwortet

23. März 2009

WordPress verfügt über eine elende Statistikfunktion, die man stundenlang sinnlos anstarren kann. Um die vergeudete Zeit etwas zu rechtfertigen, will ich ein paar „Fragen“ beantworten, die über Suchanfragen zum Schplock geleitet wurden, wo dann zwar die Suchwörter, nicht aber die Antworten vorhanden waren.

schmettern ethymologisch (12.3.2009)

Wahrscheinlich ist es ein lautmalerisches Wort, das irgendwie mit mittelhochdeutschem smîzen ‘streichen, schmieren’ (das ist die Vorform von schmeißen) und niederdeutschem schmaddern ‘schmieren’ verwandt ist.

Im Mittelhochdeutschen hieß es smetern und hatte die Bedeutung ‘klappern, schwatzen’. Das Wort hat ab dem 16. Jahrhundert die Bedeutung ‘mit Geräusch hinschleudern’, man musste also immer etwas schmettern. Später dann brauchte das Verb kein Objekt mehr, es bezeichnet seither eher die Tatsache, dass etwas einen ‘krachenden Schall’ verursacht. Wenn man ein Objekt verwenden will, benutzt man hinschmettern.

Danke übrigens für die Inspiration mit ethymologisch!

eichhörnchen etymologisch (22.3.2009)

Volltreffer – eine Volksetymologie! Klassischer Fall für Olschansky: Schon im Althochdeutschen hat man das Wort als Zusammensetzung aus Eiche und Horn analysiert (eihhorno), dabei geht es eigentlich auf das germanische Wort *aikurna– zurück, was die indogermanische Wurzel *aig– beinhaltet, ‘sich heftig bewegen, schwingen’.

Obwohl also etymologisch von einem Horn nicht die Rede sein kann, wurde das Wort Mitte des 19. Jahrhunderts zu einer generellen Bezeichnung für alle verwandten Nagetiere der Famile Sciuridae wie z.B. Baumhörnchen, Erdhörnchen, Flughörnchen.

Quelle: Wikipedia

Quelle: Wikipedia (Ray eye), CC-by-sa-2.0-de

paumen hochdeutsch (19.3.2009)

Wahrscheinlich geht es hier um eine alte dialektale Form des Wortes Bäume. Zu Beginn der althochdeutschen Zeit gab es die sogenannte “Zweite Lautverschiebung”, und ein Teil davon, die “Medienverschiebung”, veränderte die westgermanischen Laute b, d und g.

  • [d] wurde zu [t], das sieht man z.B. an Wörtern wie Tag, auf Englisch day, weil das Englische keine Zweite Lautverschiebung hatte. Es gibt noch massenhaft weitere Beispiele (Tochterdaughter, Tordoor, Tierdeer, …).
  • [b] und [g] blieben im Hochdeutschen weiterhin [b] und [g] – verglichen mit dem Englischen ist also kein Unterschied festzustellen: Buch book, Bierbeer, gutgood, graugrey, …

Im Altoberdeutschen aber, vor allem im Altbairischen, wurde teilweise [b] > [p] und [g] > [k]. (Es ist aber zumindest in der Schreibung nicht konsequent durchgeführt, oft stehen auch <b> und <g>.) Wir finden in altbairischen Texten also Wörter wie perg ‘Berg’, kot ‘Gott’ und paum, ‘Baum’. Hier ist z.B. ein Ausschnitt aus dem Wessobrunner Gebet, dessen Entstehung auf ca. 790 geschätzt wird:

Dat gafregin ih mit firahim firiuuizzo meista,
dat ero ni uuas noh ûfhimil,
noh paum nihheinîg noh pereg ni uuas,
ni suigli sterro nohheinîg noh sunna ni scein,
noh mâno ni liuhta noh der mâręo sêo.
Dô dâr niuuiht ni uuas enteo ni uuenteo
enti dô uuas der eino almahtîco cot, …

(Text nach TITUS)

“Das habe ich bei den Menschen als größtes Wunder erfahren: dass es die Erde nicht gab und nicht den Himmel, es gab nicht den Baum und auch nicht den Berg, es schien nicht ein einziger Stern, nicht die Sonne, es leuchtete weder der Mond noch die glänzende See. Als es da also nichts gab, was man als Anfang oder Ende hätte verstehen können, gab es schon lange den einen, allmächtigen Gott, …” (Übersetzung aus Nübling 2006:23)

Und im Grimmschen Wörterbuch gibt es einige Beispiele für paumen:

  • FRUCHTTRÄGERLEIN, n. fruchtknospe, bei MEGENBERG 93, 15: (vor dem blitz) verhüllet diu nâtûr diu fruhttragerlein, daჳ sint die frühtigen knödel (knötchen) auf den paumen, mit pletern, sam dâ ain amme ir kint verhüllet mit windeln.
  • FÜRBASZ , adv. weiter, weiter fort. […] STEINHÖWEL (1487) 64; doch nach langem seinen bedunken in gůt dauchte, seytmal er der finster nacht halben nitt fürpasz mochte, auf einen paumen ze steigen.
  • NACHSPÜREN, verb.1) intransitiv, spürend folgen, aufzuspüren (zu erforschen, zu ergründen) suchen […] die aichhörnlein loffen / auf den paumen, der ich keim kund / nach-spüren, weil ich het kein hund. H. SACHS 4, 286, 8 K.

So. Auf die nächsten Suchanfragen ist das Schplock vorbereitet!


Was bedeutet eigentlich … Schplock?

26. Juni 2008

Ich habe mich ja naiverweise für die Wortschöpferin gehalten, aaaaaber Urban Dictionary ist mir zuvorgekommen:

Schplock: The noise a £2 coin in a condom makes when you hit someone with it.

Womöglich ist das Wort in dieser Bedeutung auch noch frequenter als in meiner …

Beide Wörter, Schplock1 (meines) und Schplock2 (das andere) klingen zwar gleich (sind also homophon), sind aber durch ganz unterschiedliche Prozesse entstanden.
Schplock1 ist eine Abkürzung von Sprachblog (diese Art der Abkürzung nennt man „Kontamination“ oder „Kofferwort“) mit Verschriftung der Palatalisierung von s vor Plosiv und der Auslautverhärtung, Schplock2 hingegen ein lautmalerisches (onomatopoetisches) Wort.