Fremdwörter gesucht!

29. Juli 2012

Dieser Artikel ist ins neue Sprachlog umgezogen und ab sofort hier zu finden!

Advertisements

[Buchtipp] Heike Wiese: Kiezdeutsch. Ein neuer Dialekt entsteht

27. März 2012

Heute will ich euch  Heike Wieses »Kiezdeutsch. Ein neuer Dialekt entsteht« empfehlen. Viele von euch werden in den letzten Wochen in den Medien etwas zum Thema aufgeschnappt haben – im Rahmen der Buchpublikation wurde Frau Wiese oft interviewt und rezensiert. Sie forscht und schreibt  nämlich über ein Thema, bei dem die Emotionen hochkochen und manchen beim Geifern der Schaum aus dem Mund schlägt: Über eine sprachliche Varietät, die sie Kiezdeutsch nennt.

Kiezdeutsch ist eine Jugendsprache, die sich in multiethnischen Wohnvierteln besonders in Berlin, also z.B. Kreuzberg und Neukölln, herausgebildet hat. Von anderen Jugendsprachen unterscheidet sie sich dadurch, dass sehr viele der SprecherInnen zwei- oder mehrsprachig aufwachsen – aber nicht alle: Den Rest des Beitrags lesen »


Mini-Feldforschungsrätsel

15. August 2011

Heute habe ich euch, frisch von meinen Exkursionen ins wilde Alemannien, zwei kleine Szenen mitgebracht. Sie spielen sich in Anbetracht der aktuellen Witterung tagtäglich tausendfach ab:

»Essen wir … ?« — »Nein, … !«

Meine erste Idee war, die Gespräche ins Hochdeutsche zu übersetzten und zu erklären, was der Unterschied zum Dialekt ist, aber … vielleicht habt ihr ja Lust? Ich überlasse euch die mühevoll extrahierten Sprachdaten mal zur Betrachtung – was ist daran auffällig? Kommentare willkommen! (Ich mache sie aber erst morgen sichtbar, sonst kommen hier gleich die Muttersprachlerinnen und dann gibts nix mehr zu rätseln …)

Wer einen guten Tipp braucht, wird hinter dem Umbruch fündig. Den Rest des Beitrags lesen »


[Lesetipp] Der Geschichtenerzähler

12. Oktober 2010

Dass Mario Vargas Llosa den Literaturnobelpreis gewonnen hat, erinnert mich prompt an meine Semester in der Komparatistik. Ich denke das Seminar hieß „Interkulturelles Erzählen“, ich hielt dort mein erstes und (hoffentlich mit viel Abstand) grauenhaftestes Unireferat und ein Buch ist mir sehr, sehr eindrücklich in Erinnerung geblieben: „Der Geschichtenerzähler“ (span. „El Hablador“) von obgenanntem Llosa. Die Erzählung spielt in Peru, ganz besonders im Regenwald bei den Machiguenga und am besten man verrät vorher so gut wie gar nichts drüber. Der Schplock-Bezug? Das SIL kommt am Rande vor. (Eher unschmeichelhaft, wenn ich mich recht entsinne.)

Ich werde diese Erinnerung zum Anlass nehmen, das Buch endlich mal wieder zu lesen – will noch jemand? Dann würd ich gleich zwei Exemplare bestellen.


Sprachliche Urlaubsgrüße aus …

18. Juli 2010

Das Schplock ist im Urlaub. Ihr wisst schon, so ein Urlaub, bei dem man ein dreihundertseitiges Dossier mit Linguistiktexten zur Vorbereitung lesen darf – vom Feinsten also!

Irgendeine Idee, wo?

Und in welcher Stadt?
Den Rest des Beitrags lesen »


Die ideale Gewährsperson: “Steinalt und völlig ungebildet”

20. Januar 2010

So, meine Magisterarbeit ist seit Montag abgegeben und die ersten Fehler hab ich auch schon drin gefunden. Ich stehe dem Schplock also wieder zur Verfügung!

Ich liebe alte sprachwissenschaftliche Texte. So ungefähr 1850 bis 1910 war eine goldene Ära. Hier meine beiden Highlight-Sprachbeispiele aus Renward Brandstetters “Der Genitiv der Luzerner Mundart in Gegenwart und Vergangenheit”:

“Veronika wird an ihrem Husten sterben = Uf ’s Vroonis Wueste(n) mues me Häärd tue.”

Das heißt wörtlich: ‘Auf des Vronis Husten muss man Erde (gemeint ist Friedhofserde) tun.’

Den Rest des Beitrags lesen »


Ein paar badische Pluräääle …

1. Oktober 2009

Ich stecke bis zum Hals in Transkriptionen meiner Dialektaufnahmen – der feste Vorsatz, am 30. September damit fertig zu sein, ist den Bach hinunter, aber am 1. Oktober muss es doch endlich klappen! Daher also auch heute wieder kein richtiger Beitrag, sondern nur ein paar schöne badische Pluralformen (immer zuerst die Einzahl):


‘Hahn – Hähne’ Guller
Giller
‘Haufen – Haufen’ Huffe
Hiffe
‘Bub – Buben’ Bue
Buewe

Den Rest des Beitrags lesen »