Wie man unnötig lange Vulkannamen zurechtstutzen kann …

4. Mai 2010

Schon seit Beginn des Aschewolkendramas schreibt FAZ.net (nicht als einzige) ziemlich konsequent vom Eyjafjalla. Eine Miniauswahl:

Zu Beginn des ganzen Dramas schrieb man zuweilen noch vom Eyjafjalla-Gletscher und dem Ausbruch des isländischen Vulkans am Eyjafalla-Gletscher, aber auch schon vom Eyjafjalla-Vulkan.

Gletscher = Berg = Vulkan?

Ich habe hin- und hergerätselt warum, denn wirklich Sinn ergibt das für mich nicht. Ich erinnere: Eyjafjallajökull heißt ‚Insel(n)bergegletscher‘. Der Gletscher heißt so und der Vulkan unter dem Gletscher heißt auch so, sagt die deutsche Wikipedia.

Wenn man den ‚Gletscher‘ weglässt, wie die FAZ das tut, erhält man also nicht den „echten“ Namen des Vulkans.

Die Hartnäckigkeit der FAZ hat mich dann aber doch verunsichert, und so zog ich aus zu klären, ob das Wort auch wirklich den gesamten Berg inklusive Vulkan bezeichnet. Den Rest des Beitrags lesen »


We arrive Berlin-Spandau

5. März 2010

Dieser Artikel ist ins neue Sprachlog umgezogen und ab sofort hier zu finden!


SpON produziert Parktickets

8. Januar 2010

Wenn sich Wörter im Deutschen und im Englischen formal sehr ähneln, führt das gelegentlich dazu, dass man sie auch inhaltlich gleichsetzt. Das ist mir bei Spiegel Online in den letzten Tagen ein paarmal aufgefallen:

Evelyn Border, 56 Jahre alt, eine kleine runde Frau mit einem freundlichen runden Gesicht, hatte sich, so sagt sie es, stets bemüht, anständig durchs Leben zu gehen. Nicht mal ein Parkticket habe sie bekommen, in 56 Jahren. (Quelle)

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Keine Eltern wollen …

15. Oktober 2009

Heute nur mal ein Schnipsel aus dem Onlinespiegel und ein paar ungefilterte Gedanken dazu:

“Keine Eltern wollen einen Anruf bekommen, dass ihr Kind nicht mehr zwei gut sehende Augen hat, weil es eine Rauferei gab und jemand ein Messer gezückt hat”, sagte George Evants [sic!], Präsident der Schulbehörde, der New York Times. (Spiegel online)

Ich habe nach dem Original gesucht, mit dem Verdacht, dass es ursprünglich “no parent” (in der Einzahl) hieß, und wurde fündig:

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[Surftipp] Etymologie entdecken

26. September 2009

Ich habe einen tollen Onlinekurs in Etymologie entdeckt – wer sich für die Herkunft von Wörtern interessiert, sollte ganz schnell hingehen:

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Alle Informationen sind in kleine, leicht verständliche Einheiten gegliedert. Es geht nicht nur um Einzelwortgeschichte, sondern um übergreifende Konzepte wie Bedeutungswandel und auch um den Einfluss von Lautwandel. Wenn man Lust hat, kann man das Gelernte am Ende in einem kleinen Quiz testen. Super gemacht und präsentiert!