[Veranstaltungstipp] Einladung zur STaPs

2. Februar 2012

Ihr Lieben, heute ein Veranstaltungstipp für alle unter euch, die über irgendwas mit Linguistik promovieren: Ende März (30./31.) findet an der Uni Luxemburg
die erste STaPs
(Sprachwissenschaftliche Tagung für Promotionsstudierende)

statt. Ich freu mich schon total!

Die Grundidee ist, sich in einer lockeren Runde zu treffen, zu erzählen, woran man grade arbeitet und welche Probleme man so damit hat und mit den anderen darüber zu diskutieren. Es geht also nicht um die Präsentation fertiger Ergebnisse oder komplexer Details, sondern darum, sich Anregungen zu holen. Die STaPs ist offen für alle Richtungen der Linguistik, wichtig ist das Interesse am Austausch.

Zusätzlich soll es noch kleine methodische Workshops geben, z.B. zur Arbeit mit Praat oder bestimmten Korpora etc. Das hängt natürlich sehr von den Teilnehmenden ab, also mal schauen, und natürlich kriegen wir auch einen kleinen Einblick in die Forschung an der Uni Luxemburg.

Ein Tagungsbeitrag wird nicht erhoben, man muss also nur für Anreise, Übernachtung (z.B. in der Jugendherberge) und Verpflegung sorgen.

Wer auf der STaPs was erzählen will, sollte bis zum 15.2. ein Abstract an das lokale Orgateam schicken. Anmelden kann man sich noch bis zum 1. März. Ach ja, eine Facebookgruppe haben wir auch.


Zur Erlustigung was über frühneuhochdeutsche Grammatikschreibung

6. Januar 2012

(Hinweis: Die orangen Passagen wurden nachträglich geändert/hinzugefügt.)

Hach, wie schön es sich über Sprache schwärmen lässt … hier aus Der Hóchdeutsche Schlüszel zur Schreibrichtigkeit oder Rechtschreibung (Samuel Butschky, Leipzig 1648), weitgehend wortwörtlich von Herrn Schottelius geklaut:

Sehr wohl vergleicht Herr
Schottel / unsere Hóchdeutsche
Haupt= und Heldenspráche / einem
ansehlichen/fruchtbringendenBau=
me / welcher seine saftreiche Wur=
tzeln/ tief in den Erdbóden / und da=
rinn weit ausgestrekt / also / daß er
die Feuchtigkeit / und das Mark der
Erden / vermittels seiner äderlein/
an sich zeucht ; seineWurtzeln/durch
ein fruchtreiches saftiges Naß /
zeucht ‚zieht‘
durchhärtet/tauerhafft macht / und
sich selbst in die Natur einpfropffet:
Denn die Wurtzeln / und saftige
Stamwörter / unserer Spráche /
haben den Kern/und das Mark/aus
der Vernunft gesogen / und sich auf
die Hauptgründe der Natur ge=
stammet: ihren Stamm aber lassen
sie hóch empor ragen ; ihre Zweige/
tauerhafft ‚dauerhaft‘
und Reiserlein / in unaussäglicher
Menge/ in steter Gewißheit / wun=
dersamer mannigfaltigkeit / und an=
sehlicher Pracht heraus wachsen /
also/daß die Erlustigung an diesem
Wunderstükke / könne stets völlig/
Reiserlein ‚Ästchen‘
und die Genüßung dero süssesten
Früchte / unendlich seyn.
Genüßung ‚Genuss‘

Viel Blabla? Die ganze Baummetapher klingt zwar sehr abgedreht, aber wenn man genau hinliest und nachschaut, wovon im Text drumherum die Rede ist, wird klar, dass Wurzeln, Stamm, Äste und Reiser den Komplexitätsgrad von Wörtern bezeichnen. Den Rest des Beitrags lesen »


Caution! This language is under construction!

27. November 2011

Mein enorm guter Freund Mehmet Aydın (hier im Schplock auch schon als Memo aufgetreten) hat, unter Einfluss der kürzlich stattgefunden habenden StuTS, die ja immer ein Biotop für linguistikbezogene Spielereien ist, eine großartige Serie von Hinweisschildern kreiert, die ich euch nicht vorenthalten will. So, without further ado:


Alle Bilder stehen unter der Creative-Commons-Lizenz CC BY-NC-ND 3.0, man darf sie sich also z.B. ausdrucken und an die Bürotür hängen, und existieren auf Anfrage auch noch in besserer Auflösung. Ebenfalls auf Anfrage (in den Kommentaren) gibt’s nähere Erläuterungen zu den einzelnen Motiven.


Blogspektrogramm (7) + Anglizismus des Jahres 2011

15. November 2011

Im Lexikographieblog ist heute das nagelneue Blogspektrogramm Nr. 7 erschienen! Wer also was zu lesen braucht, zum Beispiel weil es hier im Schplock seit einer ganzen Weile nur wenig Neues gibt, möge sich schnellstens hinbegeben! Suz erklärt, was eine Metonymie ist, und warum die Ganzwörtlichnehmer danebenliegen, Kilian sammelt Wörter, die ähnlich klingen aber Gegensätzliches bedeuten, Dr. Bopp wagt sich, ausgehend von am (l|L)achen sein, an eine Analyse der Verlaufsform, Anatol hat ein altes Anatomiebuch ausgegraben und macht sich mal wieder Gedanken zum Busen und Michael selbst schaut sich die Namen an, die man für das Buchstabieralphabet verwendet – mit spannenden Ergebnissen!

Bisherige Blogspektrogramme:

Mit der Beitragsarmut im Schplock wird’s hoffentlich wieder besser – sie hat damit zu tun, dass ich seit diesem Semester so viel Linguistik für Studierende erklären muss, dass ich kaum noch Zeit habe, mir was für den Rest der Welt zu überlegen. Jetzt geht’s aber bald wieder los mit dem Anglizismus des Jahres 2011, den Anatol schon angekündigt und der diesmal auch eine eigene Internetseite hat, wo man munter nominieren kann. Ich bin wieder in der Jury und werde bestimmt zum ein oder anderen Kandidaten was posten. Auch einen Rückblick auf das weitere Schicksal der Nominierungen, die ich mir letztes Jahr hier angeschaut habe, ist schon seit längerem geplant.


Blogspektrogramm (5)

15. September 2011

Hier kommt die August-Ausgabe des Blogspektrogramms, das nun in die fünfte Runde geht.

Zwei aus unserem Kreis sind diesmal leider nicht dabei (im September dann wieder, ne, suz und Michael?), aber dafür gibt es einen Neuzugang: Dirk Müller vom Interkorrektor-Sprachblog äußert sich zu Deutsch als „Killersprache“. Während ja oft beklagt wird, das Deutsche würde vom Englischen verdrängt, schaut er sich an, Den Rest des Beitrags lesen »


Blogspektrogramm (4)

17. August 2011

Das Blogspektrogramm für Juli ist da und im Texttheater zu finden. Wie immer: Eine Sammlung kommentierter Beiträge zu Sprache und Sprachwissenschaft aus verschiedenen Blogs. Es geht unter anderem um Titelhuberei, Euro(s) und, fast schon wieder mit Nostalgiewert, die Frauenfußball-WM. Schaut mal rein, es lohnt sich!

Das August-Blogspektrogramm wird dann hier im Schplock stattfinden. Neue Blogs sind in der Runde übrigens herzlich willkommen, vorausgesetzt sie stammen von Leuten mit Linguistikhintergrund und haben Sprache zum Thema.

Zu den bisherigen Blogspektrogrammen:


Blogspektrogramm (3)

15. Juli 2011

Erstmals fängt das Blogspektrogramm diesen Monat an zu wandern und ist bei suz in */ˈdɪːkæf/ coffee & linguistics zu finden. Wie immer gibt es eine ganze Reihe lesenswerter Links zu sprach- und linguistikbezogenen Blogartikeln. Hier im Schplock gibt es hoffentlich auch bald wieder was Neues – es tut sich nur grade viel im Restleben und außerdem hat mein Hund meine Hausauf... Aber Jido scheint die Massen ja bei Laune zu halten.

Zu den bisherigen Blogspektrogrammen: